Zuckerrüben 2018: Wir haben schon mal drunter geschaut!

In der Mitte und im Nordosten Deutschlands ist der Wassermangel in diesem Frühsommer katastrophal für die Landwirtschaft. Die Zuckerrübe wurzelt bei Trockenheit in die Tiefe. So kann sie an die unteren wasserführenden Bodenschichten gelangen. Die Variation der Rübenbeständen ist zur Zeit groß: Einerseits gibt es sattgrüne und blattüppige Bestände, andererseits jedoch zeigt sich der Trockenstress durch geringe Blattmenge, permanente Welke und geringe Wachstumsraten.


Viele Landwirte in der Mitte und im Nordosten Deutschlands sind von der schlimmsten Dürre seit 50 Jahren betroffen. Regional hat es seit Ostern keinen Niederschlag mehr gegeben. Getreide und Raps sowie Futterpflanzen litten besonders unter dem Wassermangel. Getreide war Ende Juni so trocken, dass ein Funken genügte um einen Flächenbrand auszulösen.

Die Zuckerrüben halten sich regional noch sehr wacker. Das zeigt unsere kleine Vor-Beprobung aus der Soester Börde. Dort ermitteln wir seit 1983 jedes Jahr am 10. Juli das Rübengewicht aus einer Auswahl von 30 Schlägen. Mittlerweile umfasst die Zahlenreihe 35 Jahre und lässt sich mit den entsprechenden Soester Kampagnewerten gut korrelieren. Mit Hilfe der daraus abgeleiteten Funktion ist eine Schätzung des Kampagne-Ergebnisses möglich.

In diesem Jahr am 10. Juli wog eine Rübe im Soester Raum durchschnittlich 340 Gramm. Mehr als in den Jahren davor zu dem Zeitpunkt. Mit Hilfe unserer Funktion errechnen sich daraus durchschnittliche Rübenerträge von ca. 85 Tonnen pro Hektar für die Region Soest.

Gemessen an dem hohen Einzelrübengewicht, muss die Wasserversorgung für die Rübenbestände bis zum 10. Juli im Raum Soest ausreichend gewesen sein. An der DWD Wetterstation Lippstadt-Bökenförde fielen 120 mm Regen im April, Mai und Juni. Verglichen mit dem 5-jährigen Mittel war die Niederschlagsmenge zwar unterdurchschnittlich, mit nur 30 mm fällt die Differenz aber gering aus. Die Rübenentwicklung profitierte von den hohen April- und Maitemperaturen. Die Temperatursumme von April, Mai und Juni betrug 1420° Celsius, das waren 180 °Celsius mehr als im vergangenen Jahr. Zusammen mit vielen Sonnenstunden vor allem im Mai wurde die Jugendentwicklung in hohem Maße gefördert.

Ob tatsächlich das Kampagne-Ergebnis der Region um Soest einen Rübenertrag um 85 t/ha ergibt, hängt maßgeblich von der kommenden Witterung und dem Auftreten von Schaderregern ab.

Wir beginnen mit unseren regulären Proberodungen einschließlich der Ermittlung von Zuckergehalten und Inhaltstoffen am 30. Juli in Süddeutschland. Am 13. August beproben wir zusätzlich Schläge in den Regionen Rheinland, Querfurt und Söllingen. Bis Mitte/Ende Oktober berichten wir hier 14tägig im Internet über die Ergebnisse. Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, dann erhalten sie zeitnah die Informationen! 

Prognose Rübenertrag im Raum Soest 2018
Grafik: Rübengewichte am 10. Juli aus dem Raum Soest korreliert mit den Soester Kampagne-Ergebnissen seit 1983 (am 10. Juli wurden jeweils 3 Rüben aus 30 Schlägen verteilt im Soester Raum geerntet und gewogen)
Quelle: Strube D&S GmbH

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