Internationale Zuckerhandelspreise

Deutsche Zuckerrübenanbauer sind seit dem Ende der Zuckermarktordnung am 1. Oktober 2017 deutlich mehr von den internationalen Zuckerpreisen abhängig, die an den Börsen in London und New York sowie innerhalb der EU gehandelt werden. Zwar haben einige Zuckerhersteller den Landwirten auch Zahlungsmodelle mit dreijähriger Preisbindung angeboten, jedoch lohnt sich der Blick auf die internationalen Märkte heute mehr denn je.

Meldungen zu sehr guten Ernten und hohen Zuckerproduktionen aus den Erzeugerländern mehren sich. In den vergangenen vier Wochen verlor der Zuckerpreis 10 Prozent - ausgelöst durch handelspolitische Entscheidungen zwischen Brasilien und den USA. Gesundheitspolitische und gesellschaftliche Diskussionen zu einem übermäßigen Zuckerverzehr wirken sich zusätzlich preisdämpfend aus. (30.01.2018)

Der EU-Zuckerpreis geht nach einem Höchststand von knapp über 500 Euro/Tonne im August derzeit zurück. Grund ist der neu produzierte Zucker, der auf den Markt kommt. Global erholten sich die Preise im Herbst, der anhaltende Abwärtstrend schien beendet. In Brasilien ging mehr Zucker in die Ethanolproduktion, dessen Erzeugung durch steigende Preise an Attraktivität gewann. Insgesamt wird jedoch ein Zuckerüberschuss für das laufende Wirtschaftsjahr erwartet. Die Schätzungen dazu weichen noch stark voneinander ab. Für das nächste Wirtschaftsjahr 2018/19 prognostiziert die ISO bereits einen Überschuss von 3 Mio. Tonnen Zucker. Der Preisdruck wird voraussichtlich bestehen bleiben. (22.12.2017)

Laut Prognosen wird für die Wirtschaftsjahre 2016/17 und 2017/18 in den großen Erzeugerländern Brasilien, Indien, EU und Thailand eine hohe Zuckerproduktion erwartet. Während die globale Zuckerbilanz in diesem und im vergangenen Jahr negativ ausfällt, wird für 2017/18 wieder ein Zuckerüberschuss erwartet. (03.08.2017)

Quelle: Commerzbank / Kingsman

Weltzuckerpreise ab 2008

Wo geht die Reise hin?

Innerhalb der vergangenen 7 Jahre bewegten sich die Weltzuckerpreise an den Börsen in London (Weißzucker) und New York (Rohzucker) zwischen 150 und 600 Euro/Tonne. Seit dem Höchststand von Roh- und Weißzucker an den Börsen Anfang 2011 befanden sich die Preise mit starken Schwankungen in einem Abwärtstrend. 2014 stagnierten sie mit Schwankungen von 50 Euro je Tonne. Seit Oktober 2015 konnte ein deutlicher Anstieg um 200 Euro verzeichnet werden. Der Abwärtstrend ist seit Ende Oktober 2015 damit deutlich gebrochen – Die Frage ist, wie die weitere Entwicklung aussieht, und ob es der heimischen Zuckerindustrie und letztlich den Rübenlieferanten gelingt, davon zu profitieren.

Quelle: EU-Kommission, Börsen London und New York, Europreise dem Wechselkurs angepasst. (Stand 28. Juli 2017)

Zuckerrübensorten 2018

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