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Pressemitteilung

26.04.2012

Welttag des geistigen Eigentums

Strube fordert mehr Akzeptanz für Sortenschutz
 

  • Pflanzenzüchter aus Söllingen macht auf Bedeutung von Schutzrechten aufmerksam

 

  • Landwirtschaftliche Ertragssicherheit, Welternährung und Bewältigung des Klimawandels sind nur mit Refinanzierung der Züchtungsaufwendungen zu leisten

 

26.04.2012: Welttag des geistigen EigentumsSöllingen, 25. April 2012
Der Welttag des geistigen Eigentums am 26. April ist auch für das Unternehmen Strube aus Söllingen von großer Bedeutung. „Es ist größtenteils unbekannt, dass es Schutzrechte auch für Pflanzenzüchtung gibt“, sagt Sina Isabel Strube, Geschäftsführerin des Saatzuchtunternehmens Strube. Der Schutz geistigen Eigentums von Musikern und Autoren ist in der Öffentlichkeit ein breit diskutiertes Thema, das auf großes Verständnis und Zustimmung stößt. Pflanzenzüchter in Deutschland kämpfen indes noch immer für mehr Akzeptanz und Verständnis für den notwendigen Schutz ihrer Züchtungsarbeit.

 

Von der Idee bis zur Marktfähigkeit einer neuen Sorte dauert es bis zu 25 Jahre. Für Forschung und Entwicklung betragen die Investitionen in der überwiegend mittelständisch geprägten deutschen Pflanzenzüchtung rund 16 Prozent des Umsatzes – und damit so viel wie in fast keiner anderen Branche.

Analog zur Musik- oder Buchbranche kann die Pflanzenzüchtung nur dann Höchstleistungen erbringen, wenn ihr geistiges Eigentum – die Sorten – über den sogenannten Sortenschutz abgesichert wird. Durch die Refinanzierung ihrer Aufwendungen können die Pflanzenzüchter auch zukünftig verbesserte Sorten zum Nutzen für Landwirtschaft und Gesellschaft entwickeln. Auf diese Weise können die Pflanzenzüchter Lösungen für globale Herausforderungen wie Welternährung oder Klimawandel bereitstellen.

26.04.2012: Welttag des geistigen Eigentums








Wie der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) zum Welttag des geistigen Eigentums am 26. April erklärt, muss der Schutz der Ergebnisse aus der forschungsintensiven Arbeit der Pflanzenzüchter in Deutschland besser anerkannt werden. Diesem Aufruf schließt sich das Unternehmen Strube an. „Der Sortenschutz gewährleistet maßgeblich, dass auch zukünftig Arbeitsplätze und zukunftsfähige Unternehmensentwicklung im Bereich Pflanzenzucht möglich sind“, so Sina Isabel Strube.


Bevölkerung und Landwirtschaft wie auch die Politik müssen sich darüber bewusst werden, welche zentrale Rolle die Pflanzenzüchtung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Landwirte spielt. „Wer von unseren Ideen in Form neuer Sorten auch zukünftig profitieren will, muss bereit sein, durch die Zahlung von Lizenzgebühren seinen Beitrag zu leisten“, fordert Geschäftsführer Dr. Hermann Strube.


Beim Kauf von zertifiziertem Saatgut wird über die im Kaufpreis enthaltenen Lizenzgebühren automatisch eine Entlohnung der Züchter sichergestellt. Setzt ein Landwirt das Erntegut geschützter Pflanzensorten im eigenen Betrieb als Saat- oder Pflanzgut bei der Aussaat im Folgejahr wieder ein, sieht das Gesetz dafür die Zahlung einer Entschädigung an den Züchter in Form der Nachbaugebühr vor. „Fortschritt muss refinanziert werden. Während viele Landwirte bereits heute die Notwendigkeit zur Entrichtung von Nachbaugebühren erkannt haben, fehlt anderen nach wie vor das Verständnis. Dadurch gehen uns Pflanzenzüchtern substanzielle Einnahmen für zukünftige Sorten verloren“, bedauert Dr. Hermann Strube.

Für die beiden Geschäftsführer des Unternehmens Strube ist es unverständlich, dass in der öffentlichen Diskussion um den Schutz geistigen Eigentums ausgerechnet einer Schlüsseltechnologie wie der Pflanzenzüchtung viel zu wenig Bedeutung beigemessen wird.

 

Das bestätigt auch der BDP, in dem die Pflanzenzüchter organisiert sind. Nahezu unbemerkt hat die Pflanzenzüchtung Beachtliches geleistet, die Ernährung hierzulande sichergestellt und wesentlich zum gesellschaftlichen Wohlstand beigetragen. Der jährliche Ertragsfortschritt in der Landwirtschaft von etwa zwei bis drei Prozent ist zu großen Teilen auf die Pflanzenzüchtung zurückzuführen. Dieser Mehrertrag entspricht einem volkswirtschaftlichen Nutzen von rund 600 Millionen Euro pro Jahr. „Die Diskussion um das zweifellos ebenfalls wichtige Urheberrecht bei Musikern füllt ganze Zeitungen und Gesprächsrunden. Das Verständnis für den Wert des Sortenschutzes auch für unsere Landwirte und die gesamte Gesellschaft ist bisher leider unzureichend. Unser Ziel ist es, hierfür Bewusstsein zu schaffen“, so Sina Isabel Strube.

 


Quelle: Strube GmbH & Co. KG

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