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Pressemitteilung

02.10.2009

Prototyp im Praxisversuch: Mobile Anlage trennt Steine von Rüben


Ein Prototyp des Unternehmens Strube trennt Steine von Rüben. Diese Innovation stellt besonders für Biogasanlagenbetreiber einen Meilenstein im Umgang mit der energiereichen Fruchtart Zuckerrübe dar.

Zuckerrüben für die Biogasanlage müssen steinfrei sein, denn Steine können Häcksler, Pumpen, Schnecken und andere Aggregate massiv beschädigen.

Die unterschiedliche Dichte nutzen

Strube hat ein System entwickelt, das Steine einfach und effektiv entfernt, indem es sich die unterschiedlichen Dichten von Stein und Rübe zu Nutze macht. Durch die unkomplizierte Konstruktion ist das Gerät leicht zu transportieren, zu bedienen und zu warten.

Einfaches Funktionsprinzip

News 02.10.Das Funktionsprinzip ist einfach: Die Dichte des Wassers im Container wird durch die Zugabe von Kainit, einem als Düngemittel zugelassenen Kalirohsalz, soweit erhöht, dass die Rüben an der Oberfläche schwimmen. Steine gehen durch ihre höhere Dichte unter und bleiben am Grund des Containers liegen. Eine Paddelwelle bewegt die Rüben zum Austrag, wodurch zusätzlich grob anhaftende Erde entfernt wird. Am Rübenaustrag werden die Rüben abschließend mit Frischwasser abgesprüht. Nach Laboruntersuchungen haben die restlichen Salzanhaftungen keinen Einfluss auf die Prozessbiologie im Fermenter. Anschließend können die Rüben entweder frisch geschnitzelt und in die Biogasanlage oder in die Maissilomiete eingebracht werden. Eine Verbreiung zu einem pumpfähigen Substrat ist gleichfalls denkbar.

Biogasanlage Neiletal

In einem Praxisversuch mit der Biogasanlage Neiletal in Hahausen (Nordharz) wurden Ende September mit diesem Verfahren ca. 1000 Tonnen Rüben von Steinen befreit. Mit Hilfe eines Holaras-Rübenschnitzlers wurde ein Teil der Rüben portionsweise zerkleinert und frisch zusammen mit Maissilage „verfüttert“. Dabei wurde eine tägliche Menge von  drei Tonnen Rüben langsam auf fünf Tonnen hochgefahren. Der Effekt ist eine deutliche Homogenisierung des Substrates im Fermenter. Die Methanausbeute steigt, der Rührbedarf und damit der Eigenenergieanteil sinken.

 „Die Anlage läuft einfach runder.“, freut sich Anlagenbetreiber Eckhard Ohlendorf. „Ich möchte auf die Rübe als Cosubstrat nicht mehr verzichten.“ Im Zuge der Silomaisernte wurden die nicht frisch verfütterten Rüben mit dem Rübenschnitzler auf der Silomiete zerkleinert, verteilt und einsiliert.


Kainitlösung dient als Dünger


Die Anschaffungskosten einer solchen Anlage sind wesentlich geringer als die am Markt befindlichen Systeme und bieten mit dem Austrag der Kainitlösung dem Landwirt einen Zusatznutzen: Nach Gebrauch kann die Kainitlösung mit einem vorhandenen Güllefass ausgebracht werden, entweder separat oder zusammen mit Gärresten.

Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass die Anlage Steine zu 100% entfernt. In den kommenden Wochen folgen Praxisversuche zur Datenerhebung auf unterschiedlichen Betrieben mit verschiedensten Anforderungsprofilen (Bodenarten, Steinbesatz etc.). Eine spätere Auswertung wird genaue Werte ergeben.


Quelle: www.strube.net

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