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Thema des Monats

Thema des Monats

04.11.2013
Wie schnell wachsen die Rüben?

In diesem Jahr waren die Ertragserwartungen Ende Juli vor Beginn der Proberodungen verhalten. Die ersten Ergebnisse ergaben dann auch ein regional gemischtes Bild und fielen auf machen Standorten enttäuschend aus.

Die Aussaat konnte in diesem Jahr nicht so früh erfolgen wie in den beiden vergangenen Jahren. Ungünstige Witterungsereignisse im Frühjahr und Frühsommer bremsten die Jugendentwicklung und verzögerten das Massenwachstum. Der Sommer gestaltete sich bis auf kurze Niederschlagsereignisse trocken und begrenzte zusätzlich das Wachstum. Nun hoffte man auf eine weitere günstige Witterung und Entwicklung im Spätsommer und Herbst. Denn die Zuckerrübe ist zu schnellen und hohen Ertragszuwächsen befähigt.


Thema des Monats November 2013


Grafik: 2013 standen sehr gute bis mittlere Zuwächse im Rübenertrag enttäuschenden Zunahmen im Zuckergehalt gegenüber.

 

Unsere Proberodungsergebnisse zeigen im Rübenertrag vergleichbar hohe Ertragszuwächse wie in den vergangenen Jahren. In der Region Rheinland wurden in diesem Merkmal sogar die besten Ergebnisse aller zurückliegenden Proberodungsjahre erreicht. In den Regionen Straubing und Söllingen waren die Rübenertragszuwächse ebenfalls sehr gut und erreichten das zweitbeste Ergebnis im Vergleich der Jahre. Enttäuschend entwickelten sich jedoch die Zuckergehalte. Der Zuwachs in diesem Merkmal blieb gering und ist vergleichbar mit dem ausgeprägten Trockenjahr 2003 und anderen durch Trockenheit geprägten Jahren.

 

Bemerkenswert waren in diesem Jahr die sehr geringen Blattmengen. In den Regionen Söllingen und Straubing wurden die zweitniedrigsten Blattgewichte nach dem Trockenjahr 2003 ermittelt. Zusätzlich stieg die Blattmenge in allen Regionen bis Ende Oktober an, während sie sonst in allen anderen Jahren im Proberodungsverlauf zurückgeht. Diese gegensätzliche Entwicklung kann für den verhaltenen Anstieg der Zuckergehalte verantwortlich sein. Weniger Assimilate wurden im Rübenkörper eingespeichert. Sie wurden stattdessen für das Wachstum des Blattapparats eingesetzt. Zusätzlich könnte die Erhöhung der Blattmenge den Zuwachs im Rübenertrag gebremst haben. Der Reifezeitpunkt der Rübe verschob sich nach hinten.


Der Ber. Zuckerertrag stieg im Mittel aller Standorte 2013 in den 56 Tagen des Betrachtungszeitraumes von Mitte August bis Anfang der zweiten Oktoberwoche um 5,42 Tonnen je Hektar auf 12,57 Tonnen an. Das entspricht einem Zuwachs von 75 Prozent und liegt damit auf dem 5jährigen Niveau.

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