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Thema des Monats

Thema des Monats

15.03.2013
Weniger Zuckerrüben

In den zurückliegenden beiden Jahren haben die Zuckerrübenanbauer in Deutschland auf ihren Feldern sehr hohe Zuckererträge realisieren können. Dementsprechend fiel die Zuckererzeugung der Fabriken hoch aus. Obwohl die Unternehmen den Zucker gut absetzen konnten, sind jetzt die Läger gut gefüllt. Deshalb wurde den Anbauern empfohlen die Zuckerrübenaussaatfläche 2013 deutlich zu reduzieren oder Rübenmengen auf das folgende Jahr vorzutragen. Nach Umfragen und eigenen Schätzungen wird im Mittel ein Flächenrückgang von rund 10 Prozent erwartet.

Thema des Monats März 2013

Grafik: Zuckerrübenanbauflächen in Deutschland von 2004 bis 2013, Quelle: WVZ und eigene


So werden für die kommende Vegetationsperiode voraussichtlich 360.000 Hektar Zuckerrüben ausgesät. Das würde einen Rückgang von rund 10 Prozent oder 40.000 Hektar zum Vorjahr bedeuten. In den vergangenen beiden Jahren standen auf 394.000 bzw. 396.000 Hektar Ackerfläche Rüben.

 

Der Zuckermarkt wird in Deutschland wie in den anderen EU-Ländern durch die EU-Zuckermarktordnung reguliert. Jedes EU-Land hat eine eigene Quote, die dessen Zuckererzeugung festlegt. Danach darf Deutschland pro Jahr rund 3 Mio. Tonnen Zucker erzeugen. In den vergangenen zwei Jahren wurde die Quote weit überschritten. Die Zuckererzeugung 2011/12 belief sich auf 4,65 Mio. Tonnen und in der gerade abgeschlossenen Kampagne wurden ca. 4,51 Mio. Tonnen Zucker erzeugt. Doch konnte innerhalb der EU Zucker gut vermarktet werden.

Der EU-Zuckerpreis liegt zur Zeit weit über dem EU-Referenzpreis und auch über den Weltmarktpreisen für Roh- und Weißzucker. Aus den AKP/LDL-Ländern, deren Zuckerabsatz in der EU durch die Zuckermarktordnung abgesichert ist, flossen keine größeren Zuckermengen auf den EU-Markt. Von den größten Erzeugerländern Brasilien und Thailand kam weniger Zucker als erwartet auf den Weltmarkt, sodass Zucker an den Börsen in London und New York hohe Preise erzielte. Das wirkte sich auch auf die Zuckerpreise aus, mit denen innerhalb der EU gehandelt wurde. Doch der Markt für Zucker ist traditionell sehr volatil. Und er befindet sich seit 2011 in einem Abwärtstrend. Zusätzlich wird viel Zucker aus dem erweiterten Anbau in Brasilien und Thailand erwartet.

 

Diese globalen Marktbewegungen sind nun für jeden einzelnen Zuckerrübenanbauer spürbar. Einerseits profitiert er durch sehr gute Rübenpreise von den Gewinnen der Zuckerunternehmen, die diese durch die hohen Zuckerpreise erwirtschaften konnten. Gleichzeitig ist er angehalten die Anbaufläche in 2013 zu reduzieren. Die betriebsindividuelle Flächenreduktion hängt von der Produktionsquote und den in der Vergangenheit erzielten Erträgen ab.


 

457-16-81-681