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Thema des Monats

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21.12.2012
Weihnachtszeit - Zuckerhochsaison

Die Weihnachtszeit ohne Zucker ist kaum vorstellbar. In den Haushalten werden Plätzchen gebacken. Auf den Weihnachtsmärkten bieten die Budenbetreiber allerlei frische süße Naschereien an. Heiße Getränke, mit Zucker gesüßt, schaffen eine gemütliche weihnachtliche Stimmung. Die Regale mit dem Backzubehör in den Supermärkten sind leergefegt. Der Zuckerkonsum schnellt in der Weihnachtszeit in die Höhe. Zucker ist in der Weihnachtszeit nicht wegzudenken.

 

Die Zuckerfabriken arbeiten in der Weihnachtszeit auf Hochtouren. Sie stellen alle möglichen Sorten der kleinen funkelnden Kristalle her. Die Einen eignen sich besonders gut zum Backen, die Anderen zum Gelieren von Fruchtkonfitüren oder -gelees oder sie süßen als Kandiszucker Tee oder Punsch. In allen Fällen werden unsere Geschmacksnerven sehr angenehm angesprochen. Bei dem Geschmack von Süßem macht sich schon bei Neugeborenen ein Wohlempfinden breit. Dass Zucker lecker schmeckt, wird uns in die Wiege gelegt. Aber Zucker schmeckt nicht nur gut, er sieht auch gut aus. Er glitzert und funkelt, seine Kristalle erinnern an Edelsteine. Weiße weihnachtliche Schneelandschaften erinnern an Puderzucker. Dabei ist Zucker nicht weiß. Er ist farblos, seine Kristalle sind klar und durchsichtig. Erst wenn viele Kristalle beieinander liegen, erscheint er weiß.

Wo geht der Zucker hin? 

Grafik: Wo geht der Zucker hin?
Im Wirtschaftsjahr 2010/11 wurden in Deutschland 3,22 Mio. Tonnen Zucker abgesetzt. Rund 16 % gingen in Form verschiedener Sorten wie Kristallzucker, Puderzucker oder Kandiszucker in den Lebensmittelhandel für die privaten Haushalte. Daneben findet Zucker auch in der Industrie, zum Beispiel zur Erzeugung von Bioethanol oder Bioplastik, Verwendung (Sonstige). Pro-Kopf wurden rund 37 Kilogramm verbraucht. Quelle: WVZ


Unser Haushaltszucker wird in erster Linie aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen. Seine Geschichte begann vor 15.000 Jahren in Melanesien (Neuguinea, Neukaledonien, Salomon-Inseln, Fidji). Dort ist die Heimat des Zuckerrohrs. Die Melanesier kauten das süße Rohr und nahmen so Zucker zu sich. Die Stangen dienten dem Inselvolk als einfach mitzuführende Energiequelle wenn sie mit ihren Kanus unterwegs waren. Mit Beginn des Ackerbaus vor 10.000 Jahren verbreitete sich das Zuckerrohr vermutlich über die Philippinen und Indien in die Welt.

 

Im 14ten Jahrhundert wird das Rohr im gesamten Mittelmeerraum angebaut. Mengenmäßig wurde Zucker wie ein Gewürz eingesetzt. Wenige Gramm verwendete man pro Jahr. Nur die reiche Bevölkerung, insbesondere der Adel konnte sich Zucker leisten. Die breite Bevölkerung süßte mit Honig oder Fruchtsäften. Bis ins 18te Jahrhundert blieb Zucker ein Luxusgut. Dann dehnte sich der Zuckerkonsum zunächst in Großbritannien aus. Gesüßter Kakao und Tee wurde immer beliebter. Der Rohrzucker stammte aus den überseeischen Kolonien in Mittelamerika. Das Rohr wurde mit Hilfe afrikanischer Sklaven in größeren Mengen auf den Plantagen produziert.

 

Der Rübenzucker wurde erst Mitte des 18ten Jahrhunderts in Deutschland entdeckt. Einhundert Jahre später hatte er sich in Deutschland aber schon fest etabliert und den Rohrzucker fast vollständig abgelöst. 1850 betrug der Zuckerverbrauch im Deutschen Reich pro Kopf 3 Kilogramm. 50 Jahre später waren es bereits 10 Kilogramm. Seit dreißig Jahren liegt der Pro-Kopf-Verbrauch konstant bei rund 37 Kilogramm. Das entspricht einem Tagesverbrauch von durchschnittlich 100 Gramm. In der Weihnachtszeit liegt er sicher darüber.


 

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