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Thema des Monats

Thema des Monats

20. Oktober 2011

„Masse mit Klasse“

Eine gute Kombination aus Quantität mit Qualität wird in diesem Herbst von den Feldern in die Zuckerfabriken transportiert: Viele Rüben mit viel Zucker und sehr hoher Ausbeute. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) prognostizierte in ihrer zweiten Schätzung für die Kampagne 2011/12 die Erzeugung von 4,58 Mio. Tonnen Zucker. Diese hohe Erzeugung ist zunächst auf eine Flächenausdehnung von 14 Prozent zurückzuführen. Zusätzlich könnte der durchschnittliche Zuckerertrag pro Hektar aus dem Rekordjahr 2009 übertroffen werden. Aus allen Anbauregionen werden durchweg zufriedene Berichte über die laufende Zuckerrübenernte übermittelt.

 

Die Qualität der Zuckerrübe drückt sich in einem hohen Zuckergehalt und einem niedrigen Standardmelasseverlust aus. Der Standardmelasseverlust errechnet sich aus den Gehaltswerten an Kalium, Natrium und Amino-N. Dabei wird der Amino-N-Wert mit 50 Prozent gewichtet. Je niedriger der SMV-Wert desto höher ist die Zuckerausbeute. Für die Zuckergewinnung sind niedrige Gehalte an Kalium, Natrium und Amino-N von großer Bedeutung. Sie erleichtern die Zuckerextraktion und senken den damit verbundenen Verbrauch an Rohstoffen und Energie. Die meisten Zuckerunternehmen unterstützen gute Qualitäten indem sie nach der Kampagne Prämien ausschütten. Von jeder Rübenanfuhr wird eine Probe abgenommen und analysiert, sodass sie bewertet werden kann.

 

Thema des Monats Oktober 2011


Grafik: Kalium, Natrium und Amino-N auf den Einzelstandorten der Strube-Proberodungen Mitte Oktober 2011. Kalium schwankt in diesem Jahr von 25 bis 38 mmol je 1000 g Rübe, Natrium von 0,8 bis 8 mmol und Amino-N von 4 bis 20 mmol. Daraus ergeben sich die in diesem Jahr insgesamt zu beobachtenden niedrigen SMV-Werte und hohen Zuckerausbeuten. Insbesondere Kalium- und Natriumwerte fallen so niedrig aus wie in keinem Jahr zuvor.   


Kalium-, Natrium- und Amino-N-Werte schwanken von Jahr zu Jahr erheblich. Insgesamt niedrige Werte für die Inhaltsstoffe, wie sie zur Zeit in den Kampagnewerten der Zuckerfabriken beobachtet werden, können Zeichen des guten Reifegrads der Zuckerrüben sein. Ab Anfang August sinken die Inhaltsstoffwerte kontinuierlich. Niedrige Gehalte  sind ein Zeichen für die physiologische Reife und für ein gutes Düngungsmanagement, in erster Linie der Stickstoffdüngung. Doch Bodenart und -bearbeitung, Witterungsverlauf insbesondere die Wasserversorgung, Gesunderhaltung und Faktoren wie Köpfung und Lagerung der Rüben bewirken weitere Unterschiede. Über die Jahre betrachtet sind die Gehalte an Kalium, Natrium und Amino-N kontinuierlich zurückgegangen. Das ist auf eine angepasste Düngung zurückzuführen und auf die Verbesserung der Sorten, die saftreiner gezüchtet worden sind.

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