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Thema des Monats

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11. April 2011

E10 - wieviele Zuckerrüben stecken drin?

Zu Beginn dieses Jahres wurde der Kraftstoff E10 in Deutschland eingeführt. Die neue Benzinsorte enthält 10 Prozent Bioethanol. Das hat viele Diskussionen ausgelöst und zu negativen Schlagzeilen geführt. Viele Autofahrer waren und sind verunsichert, ob der neue Kraftstoff ihrem Fahrzeug schaden könnte. Schwer nachvollziehbar ist auch der Umweltnutzen, denn im Gegensatz zum Rohöl müssen die Rohstoffe für das Ethanol erst auf den Feldern erzeugt werden. 

 

In Deutschland werden vorrangig Getreide und Zuckerrüben zu Bioethanol verarbeitet. 2010 standen die Kraftstoffpflanzen laut der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe auf 240.000 Hektar. Das sind 2 Prozent der deutschen Ackerfläche. Von einem Hektar Zuckerrüben lassen sich rund 7.500 l Ethanol erzeugen.

 

Thema des Monats April 2011

Grafik: Bioethanolproduktion 2009 in Deutschland, insgesamt 591.000 Tonnen, Quelle: BDBe


An 10 Standorten in Deutschland wird zur Zeit Bioethanol erzeugt. Die größte Anlage befindet sich in Zeitz mit einer Produktionskapazität von 360 Mio. Litern pro Jahr. 2009 wurden in den deutschen Anlagen 591.000 Tonnen Ethanol produziert, davon 193.000 Tonnen aus Zuckerrüben. Im selben Jahr verbrauchte der deutsche Verkehrssektor 51,5 Mio. Tonnen Kraftstoffe (ohne Bahn- und Luftverkehr). Der Anteil der Biokraftstoffe betrug 5,5 Prozent oder 3,5 Mio. Tonnen. Davon waren 0,9 Mio. Tonnen Bioethanol. Bioethanol aus Zuckerrüben verursacht halb so viele Treibhausgasemissionen wie fossiler Kraftstoff, in den Berechnungen sind Anbau, Transport und Verarbeitung bereits eingeschlossen. Rund 35.000 Hektar Zuckerrüben gingen in die Ethanolproduktion.
 

16 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen werden durch den Verkehrssektor verursacht. Laut EU-Richtlinie sollen in allen Mitgliedsländern die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent gesenkt werden. Im Gegensatz zu fossilem Kraftstoff sparen alle Biokraftstoffe Treibhausgase ein. Bei den Berechnungen sind Anbau, Transport und Verarbeitung berücksichtigt. Die Unterschiede der Treibhausgaseinsparungen zwischen den Biokraftstoffen ergeben sich durch die Flächenproduktivität, den Anbau und die Verarbeitung der Rohstoffpflanzen. Fossile Kraftstoffe sowie Biokraftstoffe setzen bei der Verbrennung Kohlenstoff frei. Biokraftstoffe setzen bei der Verbrennung den Kohlenstoff frei, den die Rohstoffpflanzen für das Wachstum benötigen und vorab aus der Atmosphäre entnehmen. Kohlenstoff oder CO2 ist mengenmäßig das wichtigste Treibhausgas.

Zu E10

Der Kraftstoff darf bis zu 10 Prozent Ethanol enhalten. An den Tankstellen muss er gekennzeichnet sein. 10 Prozent der benzinbetriebenen Kraftwagen, Krafträder oder sonstige Ottomotoren vertragen kein E10, das sind circa 3 Mio. Fahrzeuge. Im Internet kann die Liste aller Fahrzeugtypen mit und ohne E10-Eignung heruntergeladen werden.

Quellen und Daten:

www.bdbe.de

www.adac.de/e10

www.bmu.de/e10

www.unendlich-viel-energie.de

www.fnr.de

www.bio-kraftstoffe.info

457-16-81-492