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Thema des Monats

Thema des Monats

20. Mai 2010

Den Zuckerrüben fehlt die Wärme!

Zur Zeit beobachten wir fast deutschlandweit eine verhaltene Rübenentwicklung. Seit der Aussaat begrenzen niedrige Temperaturen und Nachtfröste das Wachstum der Pflanzen. Starke Bodenfröste dezimierten in wenigen Fällen die Bestände. Regional herrschte nach der Saat Trockenheit, die zu einem uneinheitlichen Auflaufen der Pflanzen führte. Frost verzögerte dann das Nachauflaufen der Pillen trotz einsetzendem Regen. In diesen Fällen zeigen sich Bestände mit Rüben in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die durchgeführten  Herbizidbehandlungen verlangsamten zusätzlich das Wachstum und an den Blättern der jungen Rübenpflanzen können mitunter Stresssymptome beobachtet werden. Die Bestände befinden sich zur Zeit vorrangig im 2- bis 4-Blattstadium, fallen vereinzelt etwas uneinheitlich aus und scheinen im Wachstum „still zu stehen“.

 

Thema Mai 2010 (a)

Grafik: Frühjahrstemperaturen vom 8. April bis zum 16. Mai (Mittlere Tagestemperaturen 2 m über dem Boden) in Deutschland 2010 und 2009 im Vergleich: Der Betrachtungszeitraum beginnt mit dem Ende der diesjährigen Hauptaussaatwoche. Quelle: DWD


Ein Vergleich der Temperaturwerte 2 m über dem Boden zeigt die Unterschiede zum Vorjahr. Danach fehlt den Rüben seit dem 8. April  je nach Region in der Summe bis zu 150 °C Wärme. Nur in der Woche vom 24. April bis zum 1. Mai war es ähnlich warm wie im vergangenen Jahr. In diesem Zeitraum stiegen die Temperaturen im Tagesmittel auf 16 bis 22 °C an. Pro Tag war es im Betrachtungszeitraum - seit der Hauptaussaat vom 8. April bis zum 16. Mai – im Raum Aachen 3,3 °C, im Raum Magdeburg 3,5 °C und im Raum Straubing 2,5 °C wärmer.

 

Thema Mai (b)

Grafik: Frühjahrstemperaturen vom 8. April bis zum 16. Mai (Minimumtemperatur 5 cm über dem Boden) in Deutschland 2010 und 2009 im Vergleich: Der Betrachtungszeitraum beginnt mit dem Ende der diesjährigen Hauptaussaatwoche. Quelle: DWD


Beim Vergleich der Minimumtemperatur 5 cm über dem Boden zeigt sich ein ähnliches aber vor allem im Osten Deutschlands abgemildertes Bild. Gefährliche Nachtfröste traten zwischen dem 16. und 24. April auf, die Temperaturen gingen auf bis zu -6°C hinunter. Dieser Zeitraum fiel in den Feldaufgang einiger Rübenbestände. Danach folgte ein sehr warmer Abschnitt, die Minimumtemperaturen bewegten sich zwischen warmen 6 und 12 °C.  Pro Tag waren die Minimumtemperaturen im Betrachtungszeitraum im Raum Aachen um 3,6 °C, im Raum Magdeburg und Raum Straubing um jeweils 1,5 °C niedriger aus als im Vorjahr.

457-16-81-367