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Thema des Monats

Thema des Monats

18. Februar 2010

2009 – das dritte Rekordjahr in Folge!

2009 wurden nach der aktuellen vorläufigen Schätzung von WVZ 11,17 t Zucker je Hektar erzeugt. Das sind rund 1,2 t mehr Zucker als in den vergangenen beiden Jahren produziert wurden. Und die beiden Rübenjahre 2007 (9,97 t/ha) und 2008 (10,0 t/ha) zeichneten sich bereits durch sehr gute Ernten aus. Der 10jährige Mittelwert von 8,24 t/ha wurde um rund 2 t Zucker übertroffen.  So liegen die Zuckererträge 2009 nach der aktuellen Schätzung von WVZ 12 % über dem letztjährigen Wert und 35 % über dem 10jährigen Mittelwert.

 

 Thema des Monats 18.02.2010

Grafik: Zuckererträge in t/ha in Deutschland von 1951 bis 2009 (2009 vorläufig nach Schätzung 13. Januar von WVZ)


Die Einschätzungen vor Beginn der Kampagne waren nicht überall positiv. Die Niederschlagssituation insbesondere im Sommer bis zum Frühherbst war eher unterdurchschnittlich. Regional und vor allem im Norden und Nordosten kam es zu stärkerem Trockenstress. Hier entschied der Boden über die Ertragssituation. Die eher trockene Witterung wirkte sich dämpfend auf die Entwicklung der Blattkrankheiten aus. Der damit verbundene Stress fiel gering aus.

Stark profitierten die Zuckerrüben 2009 von der frühen Aussaat und zügigen Jugendentwicklung. Fast vier Wochen lang war es um den Monatswechsel März/April überdurchschnittlich warm. Die Bodenwasservorräte waren aufgefüllt. Die Zuckerrüben konnten früh ausgesät werden und legten einen „Blitzstart“ hin. Der Reihenschluss war nach einer gleichmäßigen Jugendentwicklung schnell erreicht und wies einen Wachstumsvorsprung von einigen Tagen zu den Vorjahren auf.


In den vergangenen 58 Jahren stiegen die Zuckererträge pro Jahr um ca. 0,1 t/ha an. Wird allerdings der Betrachtungszeitraum auf die vergangenen 10 Jahre reduziert, so errechnet sich ein jährlicher Ertragszuwachs von 0,2 t/ha. Der Ertragszuwachs bei den Zuckerrüben hat sich verdoppelt und beschleunigt.

 

Die Zuckerrübe scheint in unseren Breiten gut mit den sich verändernden Klimabedingungen zurechtzukommen. Da die Zuckerrübe ihre Heimat im Mittelmeerraum hat, kann sie hohe Temperaturen und hohe Einstrahlungintensitäten bei ausreichender Wasserversorgung in Ertrag umsetzen. Und in den vergangenen 10 Jahren kann ein Anstieg der mittleren Temperatur und Einstrahlung beobachtet werden. Da die Wurzeln der Zuckerrübe bis in mehr als 2 m Bodentiefe wachsen können, ist sie in der Lage in Trockenzeiten auf tieferliegende Bodenwasservorräte zurückzugreifen. Sicherlich der Faktor, der im Rübenjahr 2009 trotz temporärer Trockenheit für die guten Erträge und Zuwächse im Herbst gesorgt hat. Welches Ertragspotential die Zuckerrübe bietet, zeigen Auswertungen von Einzelschlägen, wo häufig Zuckererträge von mehr als 15 t/ha erzielt werden konnten.

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