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Thema des Monats

Thema des Monats

16.01.2014
"Da kann keine andere Fruchtart mithalten."

Wieder ist eine Zuckerrübenkampagne abgeschlossen. Die Erträge sind nicht so hoch ausgefallen wie in den vergangenen beiden Jahren. Dennoch wird voraussichtlich das viertbeste Kampagneergebnis erzielt werden. Rückblickend ist der Ertragsfortschritt bei Zuckerrüben so hoch wie bei keiner anderen Ackerfrucht.

 

Nach aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen beträgt  der Anteil der Züchtung am Ertragsanstieg rund 50 Prozent. Dieser wird auch in Zukunft in großen Schritten weitergehen, denn die Zuckerrübe ist zu weit höheren Erträgen befähigt. Diese sind auch nötig, damit der EU-Rübenzucker nach dem Auslaufen der Zuckermarktordnung 2017 auf dem Weltzuckermarkt konkurrieren kann.

Thema des Monats Januar 2014

Grafik: Entwicklung der Weißzuckererträge in Deutschland der vergangenen 20 Jahre nach Ergebnissen der Zuckerfabriken (WVZ, 2013 vorläufig) und der neuzugelassenen Sorten nach Ergebnissen des IfZ (LNS/LNS-R).

 

Die Grafik zeigt die Ertragsergebnisse der neuzugelassenen Sorten im LNS/LNS-R des IfZ und die Erträge, die nach Abschluss der Kampagne durch die tatsächliche Zuckererzeugung der Fabriken errechnet werden. In den Sortenprüfungen sind die Erträge höher, denn hier sind die Rahmenbedingungen optimiert und standardisiert um nach Möglichkeit nur die genetische Leistung der Sorte herauszufiltern. Es zeigt sich, dass der Ertragsanstieg der neuen Sorten etwas höher als der Anstieg der Praxisergebnisse ist.

 

Das Sortenzulassungssystem des Bundessortenamt erzwingt einen stabilen und konstanten Zuchtfortschritt. Nur die dort getesteten und zugelassenen Sorten können in den Verkauf gelangen. Um als neue Sorte zugelassen zu werden, muss sie unterscheidbar sein. Das heißt: Eine neue Sorte muss sich in mindestens einem Merkmal von den Vorgängersorten unterscheiden. So wird eine konsequente Verbesserung in den Eigenschaften der neu angebotenen Sorten erzeugt. Bei Zuckerrüben sind das Rübenertrag, Zuckergehalt, Ausbeute und Toleranz- oder Resistenzeigenschaften gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Nach der Zulassung prüft das Institut für Zuckerrübenforschung die zugelassenen Sorten weiter. Diese Ergebnisse werden für die Landwirte und Zuckerunternehmen veröffentlicht. Auf diesem Wege wird der Zuchtfortschritt auf dem Acker generiert. Die Landwirte wählen die für ihren Standort am besten geeignete Sorte.

 

Ziel der Zuckerunternehmen ist ein Zuckerertrag von 20 Tonnen je Hektar. Mit der Entschlüsselung des Zuckerrübengenoms, der modernen DNS-Diagnostik und neuen biotechnischen Testverfahren können Eigenschaften einzelner Pflanzen sicherer und schneller selektiert werden. Besondere Wildrübeneigenschaften werden erkannt und können in das Erbgut der Zuckerrübe eingekreuzt werden. Züchter und Wissenschaftler bei Strube kombinieren die modernen molekularbiologischen Technologien mit der klassischen Züchtung. Jetzt arbeiten sie an den Sorten für das kommende Jahrzehnt. Denn die Entwicklung einer Sorte dauert rund 10 Jahre.

457-16-81