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Thema des Monats

Thema des Monats

14.10.2014
"Kopf-an-Kopf-Rennen"

Die Rübenkampagne 2014/15 ist in vollem Gange. Sie begann früh: Vielerorts mussten die Landwirte Anfang September mit der Ernte ihrer Rüben beginnen. Nach der ersten Ernteschätzung der WVZ von Ende August ist mit einer Rekordmenge an Rüben zu rechnen. Es werden rund 27,4 Millionen Tonnen Rüben erwartet, zwei Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2011 verarbeitet wurden. 2011 konnte das bisher beste Zuckerertragsergebnis erzielt werden. Die Anbaufläche mit rund 357.000 Hektar ist mit der diesjährigen Anbaufläche vergleichbar.

 

 

Thema des Monats Oktober 2014


Grafik: Witterungsverlauf im Bundesgebiet im Vergleich: ø 1991-2010, 2011 und 2014 (Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, Werte bearbeitet)

 

In diesem Jahr könnten zum ersten Mal über 12 Tonnen Zucker pro Hektar in Deutschland erzeugt werden. 2011 wurde mit 11,95 Tonnen das bisher beste Ernteergebnis erzielt. Da drängen sich Vergleiche zwischen den Jahren auf. In der obigen Grafik sind die Witterungsverläufe der Jahre 2011 und 2014 von Januar bis September dargestellt. Zum Vergleich wurde das 20jährige Mittel 1991 bis 2010 berechnet. Die Grafik zeigt die Summe der monatlichen Sonnenstunden, die mittlere monatliche Tagestemperatur und die monatliche Niederschlagssumme für Deutschland gesamt.

 

Zwischen 2011 und 2014 gibt es einige markante Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel waren Februar und März sehr niederschlagsarm, der März war in beiden Jahren sehr sonnig. Diese Parameter erlaubten eine sehr frühe Aussaat. Im April war es in beiden Jahren auffallend warm: Die Rüben konnten schnell auflaufen. Zwar standen den Rüben in der Vegetationsperiode von April bis September langjährig (434 mm) und in 2011 (439 mm) und 2014 (463 mm) insgesamt fast die gleiche Niederschlagsmenge zur Verfügung. Doch die Verteilung ergab für die Sommermonate Juli und August 2011 und 2014 eine weit überdurchschnittliche Regenmenge, sodass die Bestände im Massenwachstum nicht unter Trockenheit zu leiden hatten.

 

2011 erhielten die Rüben während der Vegetationszeit von April bis September 1254 Sonnenstunden. Das waren 80 Stunden mehr als im langjährigen Mittel. 2014 waren es in demselben Zeitraum 1122 Sonnenstunden. Verglichen mit 2011 fehlen den Rüben in diesem Jahr pro Tag eine dreiviertel Stunde Sonneneinstrahlung.

 

In diesem Jahr werden sehr hohe Rübenerträge geerntet. Die Zuckergehalte in den Fabriken schwanken von 16,5 bis 18,0 Prozent im mittleren bis unterdurchschnittlichen Bereich. Im Allgemeinen verlaufen die Erntearbeiten bisher reibungslos. Die Abzüge fallen niedrig aus. Und auch die innere Qualität ist überdurchschnittlich gut. Noch bis weit in den Januar 2015 wird die diesjährige Rübenkampagne dauern. Erst danach kann der endgültige Weißzuckerertrag pro Hektar von der WVZ errechnet werden.

457-16-81