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Thema des Monats

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18.02.2015
"Greening" mit Zwischenfrüchten

Das Greening mit Zwischenfrüchten wird auf den diesjährigen Winterveranstaltungen intensiv diskutiert. Für Zwischenfruchtflächen können die landwirtschaftlichen Betriebe zukünftig Prämienzahlungen erhalten. Doch beim Anbau sind Richtlinien zu befolgen, damit die Flächen als ökologische Vorrangflächen gelten können. Erst dann ist der Zwischenfruchtanbau „greening-fähig“, das heißt die Prämie kann gezahlt werden. So herrscht zur Zeit ein starkes Interesse daran, welche Zwischenfrüchte in der jeweiligen Fruchtfolge optimal sind und wie diese am besten zu bearbeiten sind.  Es wird erwartet, dass sich der Zwischenfruchtanbau ausdehnt.

 

Greening mit Zwischenfrüchten


Grafik: Das Greening mit Zwischenfrüchten unterliegt deutlichen Richtlinien am Beispiel Ölrettich und Gelbsenf,  Quelle: LWK-Niedersachsen 2015

 

Aus mindestens zwei Fruchtarten muss eine greening-fähige Zwischenfruchtsaat bestehen. Pro Fruchtart darf der Anteil der Samen nicht mehr als 60 Prozent überschreiten. Die betriebliche Fruchtfolge entscheidet über die Mischung. Dabei ist besonders zu beachten, dass die Zwischenfrüchte nicht die Krankheiten oder Unkräuter für die Folgefrucht vermehren. Vor einer Zuckerrübenaussaat bietet sich auf Flächen mit Nematodenbefall eine Mischung von resistentem Ölrettich und Gelbsenf an.  So kann der Besatz mit Zysten und Älchen reduziert werden. 

Bis zum 1. Oktober muss die Aussaat erfolgt sein und erst ab dem 15. Februar darf die Pflanzendecke oder der Pflanzenmulch wieder entfernt werden. Während der gesamten Anbauperiode ist der Einsatz von Düngern und von Pflanzenschutzmitteln untersagt. Ausschließlich zur Aussaat kann eine Startdüngung gegeben werden. Das Entfernen der Zwischenfrucht oder Mulchauflage darf ausschließlich mechanisch erfolgen.


Ab diesem Jahr gelten die Neuregelungen für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. Dabei wird die bisherige, EU-finanzierte Betriebsprämie aufgeteilt in: die Basisprämie, die sogenannte „Greeningprämie“, die Umverteilungsprämie, eine Zahlung an Junglandwirte oder eine vereinfachte Zahlung für Kleinerzeuger. Die Greening-Prämie umfasst rund 30 Prozent des Volumens der ehemaligen Betriebsprämie. Ab einer Ackerfläche von 15 Hektar muss ein Betrieb zukünftig 5 Prozent seiner Flächen als ökologische Vorrangflächen ausweisen können. Dazu gehören unter anderem Brachland, Teiche und Hecken. Aber auch der Zwischenfruchtanbau kann mit einem Faktor von 0,3 als ökologische Vorrangfläche geltend gemacht werden.

 

Für das Greening in Gewässerschutzgebieten gelten leicht veränderte Richtlinien.

 

457-16-81